Flüchtlingshilfe

Im Rahmen unseres Projektes „(Ein)Leben in Essen“ unterstützen wir erwachsene Frauen mit Fluchterfahrung und mit einer Bleibeperspektive in der Stadt Essen. Sie leben überwiegend allein und sind bzw. waren in vielen Fällen von Gewalt betroffen (… und dadurch ggf. auch psychisch / psychosomatisch erkrankt).

Im Sinne des Empowerment-Ansatzes besteht unser Ziel darin, geflüchtete Frauen dazu zu befähigen, selbstbewusst und zunehmend selbständig am gesellschaftlichen Leben in der Stadt Essen teilzuhaben.

Im Fokus stehen Frauen, die vor relativ kurzer Zeit (einige Monate) einen sicheren Aufenthaltsstatus erhalten haben und nun vor einem Neuanfang hinsichtlich beinahe aller Lebensbereiche stehen. Es geht aber auch um Frauen, die bereits über einige Jahre hinweg erste Erfahrungen mit dem (Ein-)Leben in einem neuen sozialen Umfeld gewonnen haben.

Darüber hinaus arbeiten wir mit/für Frauen mit Fluchterfahrung die bereits seit vielen Jahren in Deutschland leben, jedoch bislang auch nur sehr unvollständig ihre Integration vollziehen konnten.

Gemeinsam arbeiten wir an der Entwicklung neuer Lebensperspektiven durch Hilfestellung bei 

  • der Bewältigung von Alltagsaufgaben in den Lebensbereichen Wohnen, Einkommen, Beruf, Spracherwerb, Kindererziehung / Familienleben
  • der Wahrnehmung der Vorsorge- und Behandlungsangebote des Gesundheitswesens,
  • Problemen wie Gewalterfahrung in der Familie / Trennung / Scheidung / Sorgerecht für Kinder
  • der Entwicklung neuer sozialer Beziehungen,
  • der Teilhabe am soziokulturellen Leben.

Wir sprechen miteinander so oft wie möglich in deutscher Sprache. Unsere Mitarbeiterinnen sprechen aber auch andere Sprachen, u.a. Arabisch, Bengalisch, Dari / Farsi, Englisch, Französisch, Spanisch, Türkisch, Urdu.

Unser Angebot besteht aus mehreren Komponenten:

  • Einzelberatung zu Einkommenssicherung, Spracherwerb, Wohnungssuche und Gesundheitsvorsorge bzw. Behandlungsmöglichkeiten (ggf. bei muttersprachlichen Ärzt*innen und Therapeut*innen),
  • Begleitung zu Behörden und Ämtern, Gerichten und Rechtsanwält*innen, Ärzt*innen und Therapeut*innen, anderen (fachlich spezialisierten) Beratungsstellen (z.B. Schuldner*innen-Beratung), Bildungs- und Freizeiteinrichtungen der Kinder
  • Gruppentreffen zum gegenseitigen Austausch und gelegentlich mit Gästen zur Information und Diskussion integrationsrelevanter Themen,
  • Stadterkundungen in der Gruppe, um wichtige bzw. interessante Orte in Essen (und Nachbarstädten) gemeinsam kennenzulernen
  • „Sprachcafe“ im Sinn einer Kaffee-/Tee-Runde um sich ausschließlich in deutscher Sprache über Erfahrungen in Integrations-/Sprachkursen auszutauschen. Besprochen wird auch, wie man im Alltag stetig seine Sprachfähigkeiten verbessern kann, beim bewussten Gespräch mit deutschsprachigen Nachbarn, Einkaufen, durch Fernsehen, Radio und v.a. Internet. In dieser Weise wird auch sehr praxisorientiert in Vorbereitung auf Abschlussprüfungen in den Sprachkursen geübt. 

Das Projekt wird von der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert. Eine koordinative Unterstützung erfolgt durch den Paritätischen Gesamtverband e.V..